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50-30-20-Regel

  • Autorenbild: Christoph Burde
    Christoph Burde
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Die 50-30-20-Regel: Warum Struktur wichtiger ist als Finanzwissen


Neues Jahr. Neuer Vorsatz. Und irgendwo zwischen „mehr Sport“, „weniger Stress“ und „diesmal spare ich wirklich“ liegt ein Thema, das viele von uns gerne verdrängen: Geld.


Nicht, weil wir zu wenig wissen. Sondern weil uns die Struktur fehlt.

In dieser Folge von Havelsicher geht es nicht um schnelle Renditen oder komplizierte Finanzprodukte. Es geht um etwas viel Fundamentaleres: Ordnung im Kopf – und auf dem Konto.

Warum Finanzen selten am Wissen scheitern

Die meisten Menschen wissen, dass sie sparen sollten. Sie wissen, dass Altersvorsorge wichtig ist. Und sie wissen auch, dass „ich spare, was am Monatsende übrig bleibt“ meistens nicht funktioniert.


Das Problem ist nicht fehlendes Wissen –sondern fehlende Klarheit.

Solange die Miete bezahlt ist und das Konto nicht leerläuft, fühlt sich alles „okay“ an. Genau das ist die gefährlichste Situation. Denn Vorsorge funktioniert nicht erst dann, wenn es brennt. Sie funktioniert nur vorher.


Die 50-30-20-Regel – einfach, aber wirkungsvoll

Die 50-30-20-Regel ist kein starres Gesetz.Sie ist ein Orientierungsrahmen, der Dir hilft, dein Geld bewusst zu steuern.


50 % Fixkosten

Miete, Strom, Versicherungen, Lebensmittel, Handy. Alles, was Du brauchst, um zu funktionieren.


Und nein: Wenn Du bei 55 oder 60 % landest, hast du nicht versagt. Das ist Realität – besonders in Großstädten oder in bestimmten Lebensphasen. Wichtig ist nicht die perfekte Zahl, sondern dass Du weißt, wo Du stehst.


30 % Leben

Das ist der Teil, für den Du morgens aufstehst. Essen gehen. Urlaub. Hobbys. Musik. Sport. Dinge, die Dich lebendig machen.


Diese 30 % sind kein schlechtes Gewissen, sie sind erlaubt. Denn Sparen ohne Leben funktioniert nicht.


20 % Zukunft

Sparen. Investieren. Altersvorsorge. Und hier kommt der wichtigste Punkt: Du musst nicht mit 20 % starten.


Viele fangen mit 0 % an. Dann 5 %. Dann 10 %. Entscheidend ist nicht die Höhe – sondern der Start.


Darstellung eines 3 Kontenmodells
3 - Konten - Modell

Wer wartet, bis „genug übrig ist“, fängt meistens nie an.


Warum „später“ kein guter Plan ist

Finanzen lassen sich nicht nachholen wie ein verpasster Serienabend. Zeit ist kein neutraler Faktor – sie arbeitet für oder gegen Dich.


Ein Beispiel: 200 € monatlich ab 30 investiert, über Jahrzehnte, können über 300.000 € ergeben. Startest Du nur fünf Jahre später, fehlen schnell 90.000 €.

Nicht, weil Du weniger klug warst. Sondern weil Zeit gefehlt hat.


Drei Konten – weniger Stress, mehr Freiheit

Das Drei-Konten-Modell macht genau das greifbar:

  1. Fixkosten-Konto – existiert, damit Dein Leben läuft

  2. Spaßkonto – existiert, damit Du Dein Leben genießt

  3. Zukunfts-Konto – existiert, damit Dein Zukunfts-Ich Optionen hat


Mit Daueraufträgen. Automatisch. Ohne Diskussionen mit Dir selbst.

Freiheit entsteht nicht dadurch, alles auszugeben. Sondern dadurch, nicht ständig überlegen zu müssen, ob man sich etwas leisten kann.


Sparen ohne Ziel fühlt sich nie gut an

Geld einfach liegen zu lassen, gibt kein gutes Gefühl. Es verliert an Kaufkraft – und an Sinn.


Sparen braucht ein Warum:

  • Sicherheit (Notgroschen)

  • Optionen (Investments)

  • Freiheit (Altersvorsorge)


Kurzfristig. Mittelfristig. Langfristig.

Und vor allem: können statt müssen. Wer verkaufen muss, verkauft meist zum schlechtesten Zeitpunkt.


Fazit: Du musst nicht perfekt starten – nur ehrlich

Die 50-30-20-Regel ist kein Dogma. Sie ist ein Startpunkt.

Wenn Du mit wenig Geld Struktur lernst,kommst Du mit mehr Geld besser klar – nicht umgekehrt.


Dein Zukunfts-Ich braucht keinen perfekten Plan. Es braucht nur, dass Du anfängst.


Kurzzusammenfassung

Die 50-30-20-Regel hilft Dir, Ordnung in Deine Finanzen zu bringen – ohne Verzicht, ohne Druck. Warum Struktur wichtiger ist als Wissen und wie Du wirklich startest.


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