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Wie viel Geld brauche ich später wirklich?

  • Autorenbild: Christoph Burde
    Christoph Burde
  • 27. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Eine ehrliche Rechnung, die Dir in 10–15 Minuten Klarheit bringt


„Meine Rente wird schon irgendwie reichen.“„Ich spare doch schon 100 Euro im Monat.“„Das wird schon passen.“


Wenn Altersvorsorge so klingt, dann ist es keine Planung – sondern Hoffen mit Dauerauftrag.


Die ehrliche Wahrheit: Die meisten Menschen wissen nicht, wie viel Geld sie im Alter wirklich brauchen. Nicht aus Faulheit. Nicht aus Dummheit. Sondern weil niemand gelernt hat, richtig zu rechnen.


In diesem Artikel zeige ich Dir eine einfache Methode, mit der Du Dir selbst eine realistische Hausnummer erarbeitest.Keine Glaskugel. Keine Garantien. Aber deutlich besser als Verdrängen.



Warum wir beim Thema Rente fast immer falsch liegen

Die meisten denken Altersvorsorge vorwärts:

„Was kann ich mir heute leisten zu sparen?“

Das Problem: So entsteht kein Ziel. So entsteht nur ein Gefühl – und das ist oft trügerisch.

Sinnvolle Rentenplanung funktioniert rückwärts:

  1. Wie willst Du später leben?

  2. Was kostet dieser Lebensstandard?

  3. Was bekommst Du voraussichtlich?

  4. Und: Was fehlt noch?

Erst dann weißt Du, was Du heute tun musst.


Ein Beispiel aus dem echten Leben: Max, 30 Jahre

Nennen wir ihn Max. 30 Jahre alt, angestellt, 2.500 € netto. Kein Topverdiener, kein Sonderfall – ziemlich genau Durchschnitt.


Max lebt halbwegs strukturiert nach der 50-30-20-Regel:

  • 50 % Fixkosten

  • 30 % Leben & Spaß

  • 20 % Sparen

Heißt konkret:

  • 500 € spart er

  • 2.000 € nutzt er für seinen Lebensstandard


Wie viel braucht Max im Ruhestand?

Im Alter fallen einige Dinge weg:

  • Altersvorsorge (klar)

  • Arbeitsweg

  • oft auch Kinderkosten


Deshalb braucht man nicht 100 % des heutigen Budgets. Realistisch sind 65–80 % des bisherigen Lebensstandards.


Wir nehmen für Max einen Mittelwert von 70 %.

➡️ 70 % von 2.000 € = 1.400 €

Aber Achtung: Das sind 1.400 € in heutiger Kaufkraft.


Der unterschätzte Faktor: Inflation

Jetzt wird’s kurz unbequem – aber extrem wichtig.

Max ist 30. Renteneintritt mit 67. ➡️ 37 Jahre Zeit.

Niemand weiß, wie hoch die Inflation sein wird. Also nehmen wir eine realistische Annahme: 2 % pro Jahr (EZB-Ziel).


Ergebnis:

1.400 € heute entsprechen ca. 2.900 € in 37 Jahren.

Das ist der Punkt, an dem viele Rechnungen kippen.


Was bekommt Max voraussichtlich?


Max schaut auf seine Vorsorge:

  • Gesetzliche Rente: ca. 1.600 €

  • Betriebliche Altersvorsorge: ca. 300 €

➡️ Macht zusammen: 1.900 €

Und jetzt der Denkfehler:

„Ich brauche 1.400 €, bekomme 1.900 € – läuft!“

Nein. Denn Max braucht nicht 1.400 €, sondern 2.900 €.


Die Rentenlücke – schwarz auf weiß

2.900 € Bedarf– 1.900 € vorhandene Rente= 1.000 € Rentenlücke

Keine Panikzahl. Keine Drohkulisse. Sondern eine Arbeitsgrundlage.

Und genau das ist der große Vorteil dieser Rechnung: Aus einem diffusen Gefühl wird ein lösbares Problem.


Symbolbild :  Rentenlücke
Quelle: Chat GPT

Wie kann Max die Lücke schließen?

Max entscheidet sich für langfristiges Investieren – ohne Garantien. Warum? Weil Garantien Sicherheit geben, aber extrem teuer sind.

Annahme:

  • ETF-Rente

  • 6,5 % Rendite nach Kosten (vorsichtig gerechnet)

Ergebnis:➡️ Um später 1.000 € monatlich auszugleichen, braucht Max heute ca. 226 € im Monat.


Das eigentliche Aha-Erlebnis

226 € sind:

  • nicht einmal 10 % seines heutigen Einkommens

Und lösen:

  • rund 30 % seiner späteren finanziellen Probleme

Das ist keine Magie.Das ist Zeit + Struktur.


Was Du daraus für Dich mitnehmen solltest

  • Du musst die Zukunft nicht exakt berechnen

  • Aber Du solltest aufhören, sie zu erraten

  • Altersvorsorge beginnt nicht mit „Was spare ich?“sondern mit „Was brauche ich?“

Und ja: Fast jeder hat eine Rentenlücke. Die einzige Frage ist, wie groß sie ist – und ob Du etwas dagegen tun willst.


Fazit: Klarheit schlägt Hoffnung

Perfektion ist unmöglich. Aber Klarheit ist machbar.

Diese Rechnung gibt Dir:

  • ein Ziel

  • eine Richtung

  • eine Entscheidungsgrundlage


Und sie ist tausendmal besser, als einfach nur zu hoffen, dass es schon irgendwie passt.

Wenn Du willst, schauen wir uns Deine Zahlen gemeinsam an – ganz entspannt, ohne Verkaufsdruck. Einfach, um herauszufinden:

  • Wo stehst Du?

  • Wie groß ist Deine Lücke?

  • Und was wäre ein realistischer nächster Schritt?


Kurzzusammenfassung

Wie viel Geld brauchst Du im Alter wirklich? Eine einfache Rückwärts-Rechnung zeigt, wie groß Deine Rentenlücke ist – realistisch, ehrlich und ohne Panik.


Kennenlern-Gespräch
15 Min.
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